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Dönhoffstraße 39, Eingangsbereich
Foto: Henrik Schwarz

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Dönhoffstraße 39
Foto: Henrik Schwarz

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Karlshorster Apotheke
Foto: Henrik Schwarz

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Karlshorster Apotheke, veränderter Blickwinkel
Foto: Henrik Schwarz

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Dönhoffstraße 38/39 (Algerien)

botschaftstour

Dieser interessante, geschichtsträchtige Häuserkomplex in der Dönhoffstraße 38/39 wurde 1972 bis 1984 als Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Algerien genutzt.

Geschichte:

Gebaut wurde das Haupthaus nach Plänen des Berliner Architekten Schneider von 1901 – 1903 als Laboranlage des Vereins deutscher Portland-Cement-Fabrikanten und diente der Forschung, Analyse und für Normproben der Zementindustrie. Die Anbauten folgten in den zwanziger Jahren.

Nach dem Krieg 1945 wurden die Industrieanlagen demontiert. Dann folgte die Nutzung u.a. von Botschaften und Gremien des RGW (dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe, eine internationale Organisation der sozialistischen Staaten unter Führung der Sowjetunion zur Zeit des Kalten Krieges).

Ab 1994 war hier Außenstelle des Bundesarchivs mit Beständen der Stiftung „Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR“ zu finden.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, weil es ein markanter, für die Gegend untypischer Bau ist und die Fassade aus gegossenen Kunststeinen (Beton) besteht, die aus Ulm heran transportiert wurden. Außerdem sind im Inneren original erhaltene Treppenhäuser, Türen, Geländer und Deckengestaltungen im Jugendstil anzutreffen.

Nachdem das Bundesarchiv ausgezogen ist, folgte eine Zeit des Leerstands, schließlich wurde das Haus privatisiert.

Seit 2002 ist das Haus somit in Privatbesitz. Die ersten Eigentümer sanierten es denkmalgerecht und betrieben den großen Saal für öffentliche kulturelle Veranstaltungen sowie private und Firmenfeiern. Im Erdgeschoß war auch ein kleines Weinlokal für französische Weine vermietet.

Dieses Konzept als Kulturstandort trug sich ökonomisch nicht, weshalb die Eigentümer das Objekt wieder verkauften. Der jetzige Eigentümer hat es für die Öffentlichkeit geschlossen, seine Firma darin etabliert und an den Studienkreis Nachhilfe Berlin-Karlshorst vermietet.

Nachbarschaft: Die Handelsmission Ghanas befand sich in der 1965/66 Heiligenberger Str.7, deren Leiter wohnte in der Dönhoffstr. 12a.

Auf dem Weg zur nächsten Station im Prinzenviertel kommen Sie zunächst an der Karlshorster Apotheke vorbei, dann am Kulturhaus, dem S-Bahnhof Karlshorst, dem ehemaligen Rennbahnhof, dem Hermann Duncker Denkmal, dem Prinzeneis und dem iKARUS Stadtteilzentrum.